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Feuer und Zement: Burnout, by Francesco Feltrin

Das zu sehen, was andere nicht sehen können: Das kann als Kunst definiert werden. Eine Fähigkeit der Augen etwas im Tiefen auf einen Blick zu erfassen und zwar in einer Farbe oder in einem Material, mit dem man etwas Einzigartiges erschaffen kann.

Das hat der Designer Francesco Feltrin mit den Zementprodukten von Ideal Work®  in seinem Projekt Burnout gemacht.

Francesco Feltrin, ein junger Designer und Künstler mit großer Ausdruckskraft, beginnt sein Projekt Burnout während seines zweiten Jahres in Design Products am Royal College of Art, mit einer Studie über die Plastizität und Vielfältigkeit des Zements. Aus diesem Projekt entsteht die Idee Objekte in kleiner Auflage mit einer innovativen Verwendung des Zements zu erstellen. Als er nach Italien zurückkam hat er Ideal Work®  gebeten, ein geeignetes Zementprodukt für dieses Projekt herzustellen.

Inspiriert von der Technik, die der Schweizer Peter Zumthor für die Kapelle Bruder Klaus angewendet hat, hat Feltrin Design-Gegenstände  in geringer Auflage hergestellt und dazu den innovativen dekorativen Zement von Ideal Work und das Feuer, ein wesentliches Element dieser Sammlung, verwendet.

“Bachelar [i] definiert das Feuer als etwas zwischen Wissenschaft und Poesie und das ist genau der Punkt, auf den ich mich für meine Arbeit konzentriert habe. In diesem Projekt wurde das Feuer wirklich als originelles Instrument verwendet, um meine Gegenstände zu formen. Der Burnout-Prozess geht in die entgegengesetzte Richtung im Vergleich zu einem normalen kreativen Prozess, in welchem die Hinzufügung, das Ankleben und das Schweißen als traditionelle Formen der Herstellung eines Gegenstandes gelten. Bei Burnout  geht es um die Planung der Leere, die vom Feuer geformt wird”. So erklärt Feltrin sein Projekt.

[i] Gaston Bachelard (Bar-sur-Aube, 27. Juni 1884 – Parigi, 16. Oktober 1962), französischer Philosoph

Die Werke von Burnout entstehen durch die Erstellung einer Form aus Holz oder Zeitungspapier, die in eine Form eingefügt werden, in welche danach die Zementlösung hinzugefügt wird. Am Ende wird das Innere, welches das Papier enthält, verbrannt. Man könnte erwartet, dass dieses von den Flammen völlig verbrannt wird, dem ist aber nicht so: Ein kleiner Teil bleibt fest und so wird ein fragiles Element, das der Einwegverwendung dient und in den Flammen verbrennt wird, zu etwas, das Jahrzehnte lang leben könnte.

“Ich arbeite noch hart daran, eine Sprache der verbrannten Oberflächen zu definieren und es scheint klar, dass das Ergebnis jedes Mal anders sein wird, auch wenn man nur eine begrenzte Zahl von Gegenständen herstellt. Das Feuer selbst garantiert diesen besonderen Effekt. Ich habe die Kontrolle über die Form im Allgemeinen, aber das Feuer definiert den endgültigen Gegenstand, indem es den Zement verformt und ihm dieses unerwartete und unglaubliche Aussehen verleiht.

Das Projekt Burnout wurde beim London Design Festival 2018, Future Heritage 2018, Colleziona 2019 vorgestellt und hat vor kurzem am Salone Satellite in Mailand 2019 teilgenommen.

Wer ist Francesco Feltrin

Er hat das Studium der Architektur an der Universität Triest abgeschlossen und ist 2016 nach London gezogen, um an dem Master in Design Produkts am Royal College of Art teilzunehmen. In dieser Zeit beginnt er seine Werke mit Zement und Keramik zu erschaffen.

Der Stil ist sofort eindeutig: eine brutale, experimentelle, psychedelische, ungebundene aber zugleich intellektualistische und methodische Sprache. Francesco ist in einer Familie von Ingenieuren aufgewachsen und verbindet die streng wissenschaftliche Ausrichtung mit der Sensibilität seiner Mutter, die Literatur unterrichtet. Diese Verbindung kommt seiner Kunst zugute.

Sein Ziel: Der Kultur einen wichtigen Platz in einer Gesellschaft zu gewährleisten, die sich zu sehr auf praktische Fragen fokussiert.

“Die Kultur braucht Zeit, in meiner Arbeit benötige ich Zeit, um zu studieren und die Materialien zu wählen. Deshalb habe ich mich für mein Projekt Burnout an Ideal Work gewendet: Außer innovative und leistungsstarke Produkte wie Microtopping herzustellen, hat die Firma in meinem Fall ein spezifisches, maßgeschneidertes Produkt hergestellt und somit große Kompetenz und Kenntnis des Materials bewiesen”.

www.francescofeltrin.com/